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Blog

6/25/2008

Eine Frage der Unabhängigkeit


Mit diesem Argument wird gerne von Free Software Apologeten der kompromisslose Einsatz von Freier Software im öffentlichen Bereich proklamiert, wie auch bspw. im heutigen ORF Futurezone Artikel der Einsatz von Linux in der Verwaltung der Stadt München als eine sog. "Frage der Unabhängigkeit" dargestellt wird.

Das klingt natürlich schön und sympathisch. Wer will denn auch nicht offen, frei und in seinen Entscheidungen und Zielvorgaben unabhängig sein? Dabei stellen sich für mich jedoch einige wesentliche Fragen, wie

 

  • Wie stark ist eine Unabhängigkeit in Fragen der Informationstechnologie in der Wahl des Betriebssystemes begründbar? Sind die realen Einschränkungen der Wahlfreiheit nicht vielmehr im Anwendungsbereich und auf der Angebotsseite von anwenderfreundlicher und regelmäßig gewarteter Software zu suchen? Sich hier bewusst gegen den Markt und dessen Gesetze zu stellen ist vielleicht ehrenvoll aber wenig erfolgsversprechend, da sich der Markt kein unwirtschaftliches Handeln aufzwingen lässt.
  • Wie unabhängig ist man beispielsweise beim Microsoft Office Klon "OpenOffice", wenn in Wahrheit über 90% des gesamten Entwicklungsteams in Lohn und Brot bei der Firma Sun Microsystems stehen und diese auch unverändert die gesamten Urheberrechte daran hält und sich die exklusive kommerzielle Verwertung über das kostenpflichtige StarOffice vorbehält?
  • Welche Dimension an Unabhängigkeit bei Software kann bei IT Großinstallationen mit Hunderten von Server und zig Tausend von Arbeitsplätzen, Tausenden von Fachanwendungen und unterschiedlichster Hardware in der Realität entstehen? Tatsächlich landet man alleine aufgrund der technischen Komplexität und rechtlicher Vorgaben ohnehin rasch bei den eigentlichen Profiteuren des Linux Hypes, bei US Konzernen wie SUN oder IBM, welche das verfügbare Stückwerk an Open Source gerne als eine Art von Skonto betrachten, da der eigentliche Auftragswert dabei in der dafür notwendigen Dienstleistung (im Schnitt 70 - 80% der Gesamtkosten von EDV Projekten, welche auch bei Windows / Office Projekten von heimischen Dienstleistern erbracht wird) und kostenpflichtiger Zusatzsoftware (wie Public Key Infrastructure) liegt, die es sowieso nicht kostenlos im Internet gibt.

Ich denke, dass die letzten Jahre bereits sehr gut gezeigt haben, dass Freie Software und Linux seinen Platz am Software Markt hat und entsprechende dienstleistungs- oder werbebasierte Geschäftsmodelle ermöglichen kann (siehe bspw. das googlefinanzierte Mozilla Firefox) - gleichzeitig wurden aber auch einige Grenzen dabei aufgezeigt. Nicht jeder ist schließlich an Software im Selbstbausatz interessiert oder möchte mit Werbung und dem Verlust der Privatsphäre konfrontiert sein - und bevorzugt vielleicht lieber fertig integrierte und rasch einsetzbare, anwenderfreundliche Produkte und seine Daten auf dem PC - und ist auch bereit, einen fairen Marktpreis dafür zu bezahlen.

Auch im öffentlichen Bereich sollte es daher keine marktausschließenden Präferenzen geben und IT Investitionen und insbesondere der Einsatz von Software nach Maßgabe der Zweckmäßigkeit beurteilt werden, - mit einem inklusiven "sowohl-als-auch" und nicht mit einem auschließenden "entweder-oder", welches am Ende nur die eigenen Wahlfreiheiten beschränkt.


6/5/2008

EM 2008 Tracker


imageEndlich geht es los: Am Samstag findet das Eröffnungsspiel der Fußball-EM in der Schweiz und Österreich statt. Millionen von Fans werden in den nächsten vier Wochen gebannt vor dem Fernseher mitfiebern und die Ergebnisse in ihre Listen eintragen. Wer die übliche Zettelwirtschaft inklusive Kopfrechnen satt hat und stattdessen bequem eine vorbereitete Excel-Tabelle ausfüllen möchte, kann diese unter http://office.microsoft.com/de-at/templates/TC300028511031.aspx herunterladen. Nach Eingabe der Spielergebnisse zeigt Excel die aktuelle Gruppen-Tabelle an und trägt nach Abschluss der Vorrunde automatisch die Teams für das Viertelfinale ein. Dies funktioniert auch bei Halbfinale und Finale.

 

5/23/2008

SkyDrive - Die kostenlose Festplatte im Netz


Immer wieder einmal hat man größere Datenmengen zu versenden und stößt mitunter recht rasch an die Limits der diversen E-Mail Provider, wo oft schon ab 2-6 MB Schluß ist mit der Zustellung von Dateianlagen. Dann hilft nur mehr der USB Stick, - aber den durch die Gegend zum Adressaten zu tragen ist auch nicht besonders lustig - und auch nicht gerade CO2 sparend...

Eine Online Festplatte am Web ist da hingegen schon eine praktische Sache. Innerhalb der Windows Live Services gibt es nun bereits seit einigen Monaten "SkyDrive", einen kostenlosen Webservice, der immerhin 5 GB als Online Storage zur Verfügung stellt. Wahlweise kann man diese Dateien öffentlich, nur für einen bestimmten Benutzerkreis oder ganz privat halten.


imageSelbst benötigt man dazu nur seine eigene Windows Live ID, die eine hotmail.com oder live.at E-Mail Adresse oder auch eine selbstgewählte Adresse sein kann.

Und ähnlich wie bei den Live Events kann man die Freigaben für die Online Ordner auch an Empfänger senden, die selbst keine Windows Live ID besitzen.

Die maximale Dateigröße liegt übrigens bei 50 MB.

Wer es ausprobieren möchte, kann sich seine eigene Online Festplatte unter http://skydrive.live.com anlegen.

 

5/13/2008

Der Weltraum, unendliche Weiten...


Nun wird der eigene PC zum Observatorium.

wwt

Ab heute startet Microsoft sein "WorldWide Telescope" (WWT) und lässt damit auch den ONU näher zu den Sternen rücken.

Das WWT ist eine Web 2.0 Visualisierungssoftware, die aus dem PC ein virtuelles Teleskop macht. Technisch basiert es auf der Microsoft Visual Experience Engine und erlaubt stufenloses Schwenken und Zoomen auf Planeten, das Sonnensystem oder ausgewählte Teile der Milchstraße, - mittels hochauflösenden Bildern aus insgesamt mehreren Terabyte an Daten.

Wer sich in den Weiten des Weltraums noch nicht so gut auskennt, kann auch eine der sog. "guided tours" in Anspruch nehmen. Renommierte US Astronomen erklären dabei die diversen Phänomene am Wegesrand.

Vorher ist noch unter "Experience it" die WWT Software zu installieren (ca. 2 Min download mit Breitband) und dann kann es auch schon los gehen mit der Reise zu den Sternen.

5/10/2008

Durch die Augen anderer

Habe gerade mitbekommen, dass heute der sog. "Pangea Day" ist. Dabei geht es darum, die Welt durch die Augen anderer zu sehen. Nach dem Motto "Unite the world through film"

Was ist der Pangea Day?

4 Stunden. 24 Filme. Eine neue Art, die Welt zu sehen. Komm und schau dir Filme an, gemacht von der Welt für die Welt, live übertragen in die ganze Welt.

Der LIVE Link für Österreich: http://msninconcert.msn.com/music/PangeaDay/de-at/artist.aspx (heute ab 20.00 Uhr).

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5/6/2008

Suche nach Beziehungen


Es war irgendwann Anfang 1996, als die erste Betaversion von Office 97 mit einem neuen Mitglied der Produktsuite aufwartete. Damals noch unter dem Beta-Namen "REN" gehandelt, hätte sich wohl niemand gedacht, dass der sogenannte Desktopinformationsmanager (was für ein Wort...) in seiner finalen Fassung als Microsoft Outlook einmal zu einem derartigen Welterfolg werden würde.

Etwas mehr als eine Dekade später arbeiten knapp eine halbe Milliarde Menschen mit Outlook und das Programm ist heute für viele Menschen nicht mehr aus dem Büroalltag wegzudenken. Was jedoch nicht heißt, dass man nicht noch immer etwas verbessern kann. Das dachte sich auch ein gewisser Adam Smith, der zum Zeitpunkt der Produkteinführung von Outlook gerade einmal 12 Jahre alt war, und entwickelte ein cleveres Add-In für Outlook namens Xobni (sprich "Zob-ni").

XOBNIXobni löst ein Problem, das vermutlich viele "Wissensarbeiter" gleichermaßen plagt. Je größer die Datenmengen sind, die es seitens Outlook zu duchsuchen gilt, umso zeitraubender und unpräziser gestaltet sich der Weg bis zum gewünschten Ergebnis. Unter der Annahme, dass die meisten Suchenden an den E-Mail Adressen und Telefonnummern interessiert sind, die mit dem Suchbegriff in Beziehung stehen, werden diese von Xobni in einem eigenen Ergebnisfeld angezeigt. Die (für Private kostenlose) Software interpretiert auch die sozialen Beziehungsverbindungen von Menschen, die sich gegenseitig E-Mails senden oder zeigt beispielsweise auch die Personen an, die vom jeweiligen Sender oder Empfänger oft auf Kopie gesetzt wurden.

(c) Peter DaSilva for The New York Times

Ganz im Nimbus der klassischen amerikanischen Garagenfirma präsentieren sich die 3 Firmengründer samt Hund und verweisen auf Ihrer Homepage auch recht stolz auf einen anderen Garagenbesitzer namens Bill Gates, der Xobni auf einer Entwicklerkonferenz im Februar als nichts weniger als "the next generation of social networking" bezeichnete.

4/22/2008

Freudenfest für Friesen


"Think global, act local". Diese schon etwas abgenützte Weisheit aus der Welt der Globalisierer hat nachwievor hohe Aktualität. Nicht zuletzt in der PR, wo gerade erst die lokale Relevanz einer Geschichte den Unterschied macht.

Ein aktuelles Beispiel der jüngsten PR Geschichte von Microsoft (letzte Woche) macht das recht anschaulich deutlich: Während außerhalb von Deutschland die deutschsprachigen Medien kaum Notiz davon nahmen - in Österreich vielleicht eine geschätzte Handvoll Online-Medien - hat hingegen kaum ein deutsches Qualitätsmedium die folgende Meldung ausgelassen:

Microsoft bringt Office das MOIN bei!

Dieser in Ostfriesland zu jeder Tageszeit anwendbare Gruß ("Moin" bzw. gut gelaunt "Moin, Moin") wird nun in Kürze auch die Rechtschreibprüfung der deutschsprachigen Version von Microsoft Office bereichern - und damit nicht länger als Fehler angezeigt. Dazu hat es dann auch eine Petition des norddeutschen Radiosenders "ffn" gebraucht, die immerhin von 20.000 Menschen unterzeichnet wurde. Microsoft gab dem Druck der Straße nach und kaum hatte mein deutscher Kollege Frank Mihm-Gebauer diese sensationelle Meldung seitens Microsoft Deutschland bestätigt, begann schon das Rauschen im Blätterwald.

Als Österreicher kann man diesem Ereignis vielleicht ähnlich viel abgewinnen wie der berühmten CNN Meldung aus China. Vielleicht finden sich aber auch heimische Aktivisten, die der deutschen Rechtschreibprüfung etwas österreichischen Lokalkolorit verleihen möchten? Vorschläge in diesem Forum herzlich willkommen! Kleiner Tipp: Servus ist schon enthalten...

4/4/2008

Bitte nicht füttern!


Google-DatenkrakeIm englischen heissen sie "master narratives", die kurzen einfachen Meta-Geschichten über ein bestimmtes Thema, bestimmte Politiker oder auch bestimmte Unternehmen. Auch wenn diese gerne in Form von Firmenprofilen o.ä. verfasst werden, entstehen Sie in der Realität mehr oder weniger ohne (willentliches) Zutun der jeweiligen Hauptdarsteller, mehrheitlich über den journalistischen mainstream, gelegentlich auch über "virales Marketing" diverser spin-doctors - wobei das Aufdecken derartiger Aktivitäten (z.B. Änderungen von Politikerprofilen auf Wikipedia) meistens dann einen eigenen - gegenläufigen - spin zur Folge hat. Dazu gehören dann auch die - meist unerwünschten - Konnotationen, die an einem hängen bleiben wie Kaugummi an der Schuhsohle, z.B. Gusenbauer, "der Umfaller", der "Es ist alles so kompliziert" Sinowatz, der oft an einen Trappistenmönch erinnernde "Schweigekanzler" Schüssel oder aus dem IT Wirtschaftsbereich die "Walldorfer Softwareschmiede" SAP, der "Softwaregigant Microsoft" - oder aber seit einiger Zeit vermehrt zu lesen - die "Datenkrake Google".

Google-DerGrosseTraumDerSuchmaschineWer wissen möchte, wie dieses Wesen aussieht, kann dies im ca. 30minütigen ZDF Beitrag aus der Serie "Neues..." erfahren. Nicht nur der Titel "Die Welt ist eine Google!" errinnert an die Inhalte des aktuellen Buches "Die Google Falle" des österreichischen IT Journalisten Gerhard Reischl. Ich rate natürlich zum Buchkauf, allerdings ist die TV Kurzfassung des ZDF auch nicht schlecht und durchaus kurzweilig. Der Beitrag zeichnet ein interessantes Bild über das Unternehmen Google, dessen ambitioniertes Ziel "das gesamte Wissen der Welt zu speichern", inklusive Bibliotheken und menschliche Genome, um diese über Werbeprofile bestmöglich zu monetarisieren. Der Beitrag endet übrigens mit dem Titel dieses Blog Eintrags.

 

4/2/2008

Office OpenXML ist ISO Standard


clip_image002Nun ist es amtlich! Die neuen XML Formate von Microsoft Office 2007, die vor über einem Jahr als offener Standard an die Ecma übergeben wurden, haben seit gestern auch die Weihen eines internationalen (ISO) Standards bekommen.

Alle Details dazu gibt es in gewohnter Weise auf dem Blog meines Kollegen Gerhard Göschl, der in seinem aktuellen blog post mit allen Details dazu aufwartet.

Auch die österreichischen Medien haben die News bereits aufgegriffen, beispielweise die ORF FuZo.

Für mich selbst bleibt nur mehr ein gewisses Restmaß an Verwunderung zurück, wie stark ein an sich sachlicher Vorgang wie der einer Standardisierung eigentlich politisiert und instrumentalisiert werden kann. Ich denke, dass war auch eines der Learnings für die Standardisierungsbehörden.

IBM sei Dank.

 

3/28/2008

Wien wird erste 3D Stadt in Zentraleuropa


80% der Suchanfragen im Internet haben einen Ortsbezug. Virtuelle Globen als realitätsechtes digitales Abbild unserer tatsächlichen Welt werden - ähnlich einem "Betriebssystem" für räumliche Informationen - unsere Vorstellung vom "Suchen und Finden" im Web in den nächsten Jahren stark verändern. (Josef Kauer, Virtual Earth Business Unit)

In der gestrigen Podiumsdiskussion der APA E-Business Community ging es um das Thema regionale Onlinedienste und die Frage der kurz- und mittelfristigen Entwicklungen am Markt der ortsbezogenen Anwendungen. Dabei herrschte weitgehend Einigkeit in der Beurteilung, das diese bereits in den nächsten drei Jahren in Form von internetbasierenden Diensten die Konsumenten erreichen werden - und dass dies in hohem Maß auf Mobiltelefonen bzw. Smartphones stattfinden wird. Unterfüttert natürlich mit all den Möglichkeiten von regionalbasierenden content - praktisch alle großen Medienhäuser sollen dazu bereits die Pläne fertig in der Schublade haben - und der Finanzierung über nicht nur lokal bezogene sondern auch stärker personalisierte Werbeformen.

IMG_0388 Mein Kollege Josef Kauer wurde für ein Impulsreferat und zur anschließenden Podiumsdiskussion eingeladen und stellte vorab die Vision von Virtual Earth dar - eine Vision die weit über das hinaus geht, was heute bereits in den bekannten Webdiensten möglich ist. Nicht nur gestochen scharfe Luftbildaufnahmen und schwenkbare Schrägansichten (birds eye) sondern auch ein Zoom-In bis zum Straßenniveau, auf dem man zum virtuellen "Window Shopping" starten kann. Das eröffnet dann auch den notwendigen Raum für entsprechende Geschäftsmodelle, wenn z.B. ein Ladenbesitzer seine Angebote auch entlang einer virtuellen Geschäftsstraße anbringen kann und diese gleich mit seinem Webshop verknüpfen kann. Oder die Verwendung der hochauflösenden digitalen Karten als Grundlage für geocodiertes Datenmaterial, das man in entsprechenden mash-up Lösungen einfach darüber legt, - wie Statistiken, Netzpläne, Verkehrstelematik u.v.m. Das hat viel Phantasie und schafft enorme Potentiale für neue innovative Lösungen, sowohl auf globaler als auch auf lokaler Basis, für kreative österreichische Unternehmen, die damit auch international reüssieren könnten - z.B. im Tourismus oder in der Immobilienbranche.

VE-Stephansdom In seinem Vortrag hat Josef Kauer damit aufhorchen lassen, dass Wien noch vor der EM 2008 als erste zentraleuropäische Stadt in voller 3D Qualität angeboten werden soll. Das ist eine Qualiltät, die derzeit nur für wenige Städte weltweit realisiert wurde - wie bspw. New York oder Toulouse. Damit entstehen auch in Österreich und speziell für Wien bereits in kurzer Frist neue Business Chancen - gleichermaßen für aufgeschlossene Platzhirsche als auch für innovative startups, welche auf dem neu entstehenden Marktplatz für regionalisierte Dienste punkten möchten.

  (Bild links: Wien, Stephansplatz, 2D Ortho)

 

3/17/2008

Zu Gast in der Pressestunde


Heute mittag war ich via IP Telefon zu Gast in der pressestunde.net, dem tech podcast der profilierten IT Journalisten Georg Holzer (Kleine Zeitung) imageund Gerald Reischl (Kurier). Sozusagen als der Schatten, der im podcast visual für den Studiogast vorbehalten ist (siehe Pfeil) ;-)

Die Themen in der knappen Stunde waren u.a. iPhone, XBox, Zune, die Auszeichnung von Microsoft Österreich zum "Besten Arbeitgeber für Frauen 2008" sowie die Interoperabilitäts Initiative von Microsoft, die neuen Office OpenXML Dateiformate, Windows Live for Mobile und natürlich "MicroHoo" und Google.

Hat echt Spaß gemacht. Der Podcast ist bereits live.

3/11/2008

Einfach praktisch, einfach gut


Die ISO Standardisierung des neuen OpenXML Dokumentformats (ISO DIS 29500 OOXML), welches auch in Microsoft Office zur Anwendung kommt, ist nun in die finale Runde gegangen. Ende Februar trafen sich in Genf die Vertreter der nationalen Standardisierungsbehörden zum "Ballot Resolution Meeting" (BRM), um die Antworten des einreichenden Industriegremiums Ecma zu den in der Vorphase aufgetretenen Kommentaren und Fragestellungen zu diskutieren und darüber abzustimmen.

clip_image002Auch wenn von einigen über diesen Erfolg enttäuschten IBM und FFII Proponenten noch die alleinige (misantrope) Deutungshoheit über die Ergebnisse dieses Meetings beansprucht wird, ist der eigentliche Erfolg in der Sache selbst nicht mehr wegzudiskutieren. Von über 1000 Kommentaren und gestellten Fragen (viele davon über die Medien kolportiert) wurden knapp 99% einer zufriedenstellenden und im BRM konsensual verabschiedeten Lösung zugeführt.

Wer auch an den Details dazu interessiert ist, über das positive Echo von z.B. der dänischen oder norwegischen Delegation lesen möchte oder warum selbst der Herausgeber von ODF, Patrick Durusau, dem ISO Standard von OpenXML zustimmt, sei Gerhards Blog empfohlen.

Ich selbst bin ja auch immer den ganz einfachen, alltagstauglichen Dingen (wie bspw. in "got docx - was tun?") verhaftet. Und frage mich daher, welche praktischen Vorteile das neue Dokumentformat noch haben kann - neben der Herstellerunabhängigkeit, besserer Datenkomprimierung, höherer Robustheit, erstklassige Behindertenunterstützung und der Abwärtskompatibilität zu Milliarden von existierenden (doc, xls, ppt) Dokumenten?

TextGlow

Nun, auf dem alljährlich im Frühjahr stattfindenden Developer Symposium "MIX" wurde letzte Woche mit "TextGlow" etwas vorgestellt, was durchaus diesem Anspruch der Alltagstauglichkeit gerecht wird. Auf Basis der letztes Jahr vorgestellten Web-Präsentationstechnik "Silverlight" stellt die kleine Referenzanwendung TextGlow jedes OpenXML Dokument (docx, xlsx, pptx) animiert im Browser dar. Dafür muss keine weitere Anwendung am PC (wie es bspw. für PDF Dokumente der Acrobat Reader sein muss) installiert sein, weder ein Microsoft Word, Excel o.ä. noch einer der kostenlosen Viewer dafür. Und das funktioniert gleichermaßen unter Windows, Linux oder Macintosh. Zukünftige praktische Anwendungsbeispiele dafür sind annähernd unendlich, da dies für jeden interessant sein wird, der Dokumente via Web veröffentlichen möchte.

 

2/29/2008

Salzburg ist erste Virtual Earth Stadt Österreichs


Die Fußball EM ist wirklich für vieles gut. Neben der Ankurbelung der Bauwirtschaft und des Tourismus sorgt sie nicht zuletzt auch dafür, dass die gestochen scharfen 3D Aufnahmen der österreichischen EM Städte nun viel früher in das Virtual Earth System eingespielt werden, als es ursprünglich vorgesehen war.

Salzburg ist nun bereits als erste Stadt Österreichs in der sogenannten "birds eye view" 3D Darstellung in Virtual Earth zu bewundern. Der ORF Salzburg berichtete bereits und zeigte erste Ansichten dazu. Besonders schön sieht man in diesem Bericht auch den großen qualitativen Unterschied zum Google Earth Dienst. Während bei Virtual Earth Luftbildaufnahmen verwendet werden, die vom Flugzeug aus mit den Ultracams aus Graz (Microsoft Photogrammetry) eine sehr hohe Auflösung und Schrägansichten bieten, lässt Google Earth auf seinen Satelitenfotos nur eine Draufsicht auf eine sehr unscharf aufgelöste Baustelle erkennen.

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Lesetipp: Mehr an Infos und Bildern zu Virtual Earth findet sich auf dem Virtual Earth Blog. Wie auch am msdn.at Blog bei Andi Pollak nachzulesen, gibt es bereits 6 weitere österreichische Städte in Virtual Earth. Auch der Blog meines Kollegen Gerhard (Gerhards´s Marktbeobachtungen) widmet sich bereits diesem Thema.

More to come ...

2/23/2008

Schule macht Wirtschaft


Schule macht Wirtschaft Unter diesem Titel läuft das bereits letzten Herbst vom Wochenmagazin FORMAT in Partnerschaft mit dem Bildungsministerium initiierte Projekt, welches die Schulen und die Wirtschaft einander näher bringen möchte und zukünftige High Potentials unter den Schülern frühzeitig zu erkennen, sie für die Wirtschaft zu gewinnen und ihnen dabei auch ein realistisches Berufsbild zu vermitteln. Dabei verbrachte unser Geschäftsführer bereits im November einen Tag an einer Handelsakademie und tauschte sich mit Direktor, Lehrerkollegium und Schülern aus. Und im Frühjahr wird dann ein/e Schüler/in einen "jobshadowing" Tag bei Microsoft verbringen. Zielsetzung ist dabei, wechselseitig die Situationen, Problemstellungen, Zielsetzungen und Ansprüche besser verstehen zu lernen und den Schülern und Lehrern ein reales Bild der Anforderungen in der Wirtschaft zu vermitteln, in der die meisten der SchülerInnen ihr zukünftiges Berufsleben meistern werden.

BG Schwechat: Wir kooperieren mit der Wirtschaft

Unabhängig von diesem Projekt, aber genau entlang derselben Zielsetzung, war nun letzten Freitag das BG Schwechat bei Microsoft Österreich zu Gast.

Hintergrund dazu war das Projekt "Wir kooperieren mit der Wirtschaft" welches bereits im letzten Schuljahr die Schüler der 6. Oberstufe mit großen Unternehmen (AUA, ERSTE, OMV, Siemens, u.a.) konfrontierte und ihnen Einblicke in diese Betriebe und die Welt der Wirtschaft ermöglichte. Für diese Schülerinnen und Schüler der heurigen 7. Klassen, konnte in diesem Schuljahr mit Microsoft Österreich eine weitere Möglichkeit, sich mit Wirtschaftsthemen auseinanderzusetzen, auf die Beine gestellt werden. 4 Gruppen - bestehend aus jeweils 7 Schülern, die sich zur Teilnahme freiwillig bereit erklärt haben - nützten die Chance, die modernen Kommunikationsmethoden eines internationalen Konzerns kennenzulernen. In dem Projekt, das von Oktober bis Februar angesetzt war, lernten die Schüler Methoden der Kommunikation wie z.B. die bei Microsoft alltäglichen Internetkonferenzen oder Podcasts kennen. Als Endprodukt wurde von jeder Gruppe ein Podcast produziert. Die Themen reichten dabei von Unified Communication, Evangelism, dem Studentenwettbewerb Imagine Cup bis hin zu CSR (corporate social responsibility).

CSRTeamUnd gestern fand nun die Schlußveranstaltung zum Projekt  "Internationale Kommunikation" bei Microsoft am Wienerberg statt. Im großen Vortragssaal "Magma", vor BG Schwechat Direktor Richard Dech, den betreuenden Lehrern, geladener Presse und etwa 40 Schülerinnen und Schüler präsentierten schließlich alle 4 Teams ihre Arbeiten und die SchülerInnen der siegreichen Gruppe wurden jeweils mit einer XBox belohnt.

Die 4 produzierten Podcasts sind allesamt hörenswert und wurden gestern bereits inklusive einer inhaltlichen Kurzbeschreibung über das msdn team blog publiziert. Zum siegreichen Podcast hat meine Kollegin Ute bereits auf dem Citizenship Blog von Microsoft Österreich einen Beitrag gemacht.

 

2/20/2008

Life at Microsoft - die ganze Wahrheit


Fast jeder hat eine Meinung über Microsoft, hat eine Vorstellung davon wie es dort aussieht bzw. aussehen möge, wie die Mitarbeiter so ticken usw. Die wenigsten bekommen aber jemals Gelegenheit, Ihre Vorurteile auch wirklich durch einen reality check erhärten zu können. Hier besteht nun endlich die Möglichkeit dazu. Enjoy!

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2/8/2008

Die Magie der Software


Eine der schönen Seiten meines Jobs ist es, die gesellschaftliche Verantwortung des von mir vertretenen Unternehmens zu koordinieren. Dabei geht es im Prinzip immer um eines: Was kann Software leisten, um Menschen ein besseres Leben zu ermöglichen. Und welche Barrieren müssen überwunden werden, damit Menschen damit umgehen und arbeiten können. Das können demographische, soziale, wirtschaftliche oder auch körperliche Barrieren sein - und so vielfältig ist auch das CSR Programm hier in Österreich: Mal geht es um Flüchtlingskinder und deren Spracherwerb im Kindergartenalter, mal um SeniorInnen die den Anschluß an die Informations- und Wissensgesellschaft nicht verlieren möchten oder um Menschen mit Behinderungen, denen die Magie der Software dabei hilft, die physischen Grenzen Ihrer Behinderung zu überwinden.

ECDL bf Eines der schönsten CSR Projekte in Österreich ist dabei das Trainingsprogramm ECDL barrierefrei, das Microsoft Österreich gemeinsam mit der Uni Linz (Institut Integriert Studieren), der Österreichischen Computer Gesellschaft (OCG), dem Unterrichtsministerium und bitmedia als ein E-Learning Programm für Menschen mit Behinderungen verfügbar gemacht hat. Diese besondere Version des Europäischen Computerführerscheins schließt mit exakt denselben Prüfungen ab, wie der EDCL für nicht behinderte Menschen und ist damit auch ein vollwertiger Teil einer Berufsausbildung.

Am eindrucksvollsten ist es aber, wenn man sich einfach einmal ansieht, was dieses Projekt eigentlich den betroffenen Menschen gibt. Hier gibt´s ein kurzes Video dazu, in dem Menschen über ihre Erfahrungen erzählen, die noch niemals in Ihrem Leben einen Computer gesehen haben.


 

1/25/2008

Got docx - was tun?


Das neue und offen standardisierte Dateiformat der Microsoft Office 2007 Suite (OpenXML, Ecma-376) verbreitet sich zunehmend und in rasanter Geschwindigkeit. Weltweit sind es bereits Tausende von Anwendungen aus der Welt der Büroautomation, Dokumentenbearbeitung, Informations- und Wissensmanagement oder kaufmännischer Software, die diesen neuen offenen Dokumentenstandard unterstützen und verwenden.

Neben Mitbewerbern wie Novell oder Apple sind es nun auch die Microsoft Erzrivalen IBM und Google, die OpenXML in ihren Anwendungen wie bspw. Lotus Symphony unterstützen. Auch das neue iPhone von Apple unterstützt bereits das neue Dokumentformat. Und besonders schön ist nun auch der seit langem gewünschte Office Gleichklang zwischen Windows und Macintosh, das neue Office 2008 für Macintosh verwendet ebenfalls bereits das neue OpenXML Format.

Trotzdem oder gerade deshalb kann es jetzt oft passieren, dass eines dieser neuen Dokumente in die In-Box schwirrt und man es mit seinem Office XP oder Office 2003 nicht öffnen kann. Je nach Installation kommt dann ein Dialogfenster, welches darauf aufmerksam macht, dass es sich hierbei um ein neues Dateiformat handelt  und man den entsprechenden Filter auf der Office Download Seite beziehen kann (ja richtig, das wurde bereits vor 6-7 Jahren dafür vorausschauend in die Office Suiten eingebaut). Sollte das Dialogfenster jedoch nicht automatisch aufpoppen gibt es hier den Link zum Office Compatibility Pack, dass sich über DSL Verbindung innerhalb weniger Minuten installieren lässt. Damit kann man in Hinkunft auch mit den älteren Office Versionen alle docx, xlsx und pptx Dokumente problemlos verarbeiten.

Aber auch am Mobiltelefon kann man ja seine E-Mails synchronisieren und inklusive Dateianlagen herunterladen. Und da stellt sich dasselbe Problem. Ist mir selbst mit meinem neuen Handy, einem HTC Touch mit Windows Mobile 6 ebenfalls passiert. Auch hier muss man sich nur einen kleinen Dateifilter für die neuen Formate herunterladen. Ist ebenfalls in wenigen Minuten an der Dockingstation erledigt. Riesenvorteil dabei: Die neuen Dateiformate benötigen bis zu zehnmal weniger Platz und das spart gerade bei den Mobilfunk- bzw. Roaminggebühren über die Zeit schon einiges.

1/7/2008

Der letzte Arbeitstag

 

 
Last Working Day

Mit Abschluß des Fiskaljahres von Microsoft per Juli wird es auch den endgültigen Abschied für den Firmengründer geben.

Wie dieser Tag aussehen könnte, hat er gleich selbst auf der CES, der Consumer Electronics Show in Las Vegas gezeigt - im Rahmen seiner letzten Keynote (die er immerhin seit 1994 jedes Jahr gehalten hat).

Beim Drehen des 8min Video hatte BillG dann auch noch extra Hilfe von einigen prominenten Freunden.

Neugierig geworden? Einfach auf das Element links klicken...

 

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1/4/2008

Und ewig grüßt Open Source


Es ist Jahresanfang. Das ist nicht nur die Hoch-Zeit von Gerda Rogers sondern auch die der inflationär auftauchenden Auguren, die uns direkt aus ihrer Glaskugel etwas über die Megatrends des neuen Jahres berichten wollen. Dabei zeichnet sich der IT Bereich nicht unbedingt durch besonderen Nachrichtenwert aus. Es ist eher so, dass man ständig das recht sichere Gefühl hat, das doch alles schon einmal - im letzten Jahr? - gelesen zu haben. Neben etwas angestaubten Prognosen wie "Serviceorientierte Architekturen sind stark im Kommen" oder "Trend zu Outsourcing hält an" erscheint dabei auch immer gerne die x-te iteration von "20[Zahl hier einsetzen] wird das Jahr von Linux am Desktop" oder "Open Source setzt sich 20[Zahl hier einsetzen] endgültig durch". Und das kenn ich nun schon seit dem Jahr 2001 ff.

Gleichzeitig berichteten die Medien heute u.a. von "Googles Geheimwaffe gegen Microsoft". Und das ist - erraten - natürlich Open Source. Dabei soll es dem milliardenschweren "Wir tun nur Gutes" Konzern allerdings gar nicht darum gehen, die Welt zu verbessern, sondern vielmehr die eigenen Bilanzen. Das überrascht nun ganz und gar nicht und dagegen ist im Grunde auch nichts zu sagen, allerdings finde ich es ziemlich scheinheilig, ständig die Open Source und "Freiheit für Software" Keule auszupacken, wenn es in Wahrheit einfach nur um Wettbewerb geht.

So einfach ist die Welt nicht in "Gut" und "Böse" einzuteilen. Denn in dieser Hinsicht haben sowohl "Wir tun nur Gutes" Google (die inzwischen auch in den Medien liebevoll "Datenkrake" genannt wird und zum Gottseibeiuns der Datenschützer mutiert ist) als auch die Open Source Bewegung längst Ihre Unschuld verloren. Während sich Teile der Open Source Bewegung in die liebevolle Umarmung von IBM und SUN begeben haben und zum abhängigen Almosenempfänger mutiert sind (e.g. OpenOffice.org, welches fast zur Gänze von SUN Microsystems Mitarbeitern geführt wird) haben die wechselseitigen Interessen und Finanzströme zwischen Mozilla und Google auch bereits zu einem achtbaren Erfolg des alternativen Webbrowsers Firefox geführt. Respekt dafür an dieser Stelle! 

Gegen einen gesunden Wettbewerb am Markt ist ja auch nichts zu sagen. Aber dabei ständig das moralingeschwängerte Feigenblatt von Open Source und damit verbundener Einwort-Mythen wie "Freiheit" und "Unabhängigkeit" vor sich her zu tragen, ist schlicht und einfach verlogen.